Polizei Schwimmabzeichen und Schwimmtest

Polizei Schwimmabzeichen und Schwimmtest

Das Schwimmen ist ebenso Bestandteil in der Polizeiausbildung wie der Sport selbst, denn Polizisten müssen auch schwimmen können. Deshalb ist für die angehenden Polizeianwärter/-innen das Einreichen eines Nachweises der Schwimmfähigkeit bei der Bewerbung unerlässlich. Entweder muss dafür das Deutsche Schwimmabzeichen abgelegt werden oder ein Schwimmtest wird zusammen mit dem Deutschen Sportabzeichen absolviert. 

Das Deutsche Schwimmabzeichen für die Polizei

Das Deutsche Schwimmabzeichen kann in Bronze, Silber und Gold abgelegt werden. In der Regel verlangen die Polizeien den Schwimmnachweis mindestens in Bronze oder besser. Welches Schwimmabzeichen du benötigst hängt aber vom jeweiligen Bundesland ab.

Das deutsche Schwimmabzeichen wird wie folgt benötigt

Bronze

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Bundespolizei

Silber

Brandenburg, Hessen

Solltest du noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, dann musst du über das deutsche Jugendschwimmabzeichen in Bronze oder Silber verfügen. 

Anforderungen für das Schwimmabzeichen bei der Polizei

Das Deutsche Schwimmabzeichen kann in den 3 Stufen Bronze, Silber und Gold abgelegt werden, wobei Gold die höchste Schwierigskeitsstufe ist. Die erforderlichen Leistungen und Anforderungen sind in der Deutschen Prüfungsordnung für Schwimmen und Rettungsschwimmen festgehalten. Diese Prüfungsordnung wird von allen Schwimmverbänden, die sich dem Deutschen Schwimmverband (DSV) angeschlossen haben, herausgegeben. Egal in welchem Bundesland oder Schwimmverband du dein Schwimmabzeichen machst, es gelten überall die gleichen Leistungsanforderungen. Diese findest du auf den folgenden Tabs:       

Deutsches Schwimmabzeichen ab 18 Jahren

  • Sprung vom Beckenrand und anschließend mindestens 200 m Schwimmen in höchstens 7 Minuten
  • Kenntnis der Baderegeln
  • Sprung vom Beckenrand und mindestens 400 m Schwimmen in höchstens 12 Minuten
  • zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  • 10 m Streckentauchen
  • 2 Sprünge vom Beckenrand – je 1 Sprung kopf- und fußwärts
  • Kenntnis der Baderegeln und Maßnahmen der Selbstrettung
  • 1000 m Schwimmen in höchstens 24 Minuten für Männer und 29 Minuten für Frauen
  • 100 m Schwimmen in höchstens 1:50 Minuten für Männer und 2:00 Minuten für Frauen
  • 100 m Rückenschwimmen, davon 50 m mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 15 m Streckentauchen
  • Tieftauchen von der Wasseroberfläche und Heraufholen von drei kleinen Tauchringen aus einer Wassertiefe von etwa zwei Metern innerhalb von 3 Minuten in höchstens drei Tauchversuchen
  • Sprung aus 3 m Höhe oder 2 Sprünge aus 1 m Höhe, davon ein Sprung kopf- und ein Sprung fußwärts
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • Kenntnis der Baderegeln
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und einfache Fremdrettung)

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen

  • 200 m Schwimmen in höchstens 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 100 m Kleiderschwimmen in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • 3 verschiedene Sprünge aus etwa 1 m Höhe (z.B. Kopfsprung, Paketsprung, Startsprung)
  • 15 m Streckentauchen
  • zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopfwärts und einmal fußwärts, innerhalb von 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen mit Kopf- oder Achselschleppgriff und dem Standard-Fesselschleppgriff
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • 20 m Anschwimmen in Bauchlage, hierbei etwa auf halber Strecke Abtauchen in 2-3 m Tiefe und Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen,
    • 20 m Schleppen eines Partners
  • Demonstration des Anlandbringens
  • Vorführung von Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
  • Theoretische Prüfung
    • Atmung und Blutkreislauf
    • Gefahren am und im Wasser
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
    • Vermeidung von Umklammerungen
    • Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen, Hitze- und Kälteschäden
    • Aufgaben der DLRG

In keinem Bundesland Voraussetzung. 

In keinem Bundesland Voraussetzung. 

Wo kann man das Deutsche Schwimmabzeichen machen?

Nahezu in jeder Schwimmhalle oder Schwimmbad werden Schwimmkurse oder Kurse zum Schwimmabzeichen sowie Rettungsschwimmabzeichen angeboten. Hierfür gehst du einfach zum zuständigen Bademeister oder Bademeisterin und fragst ob dieser oder diese Zeit hat, mit dir das jeweilige Schwimmabzeichen zu absolvieren. Auch über die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) kannst du direkt erfragen wo entsprechende Schwimmkurse stattfinden. 

Was kostet ein Schwimmabzeichen?

In der Regel sollte ein Schwimmabzeichen nicht mehr als 10 € Kosten. Bei einem Rettungsschwimmkurs können die Preise dagegen stärker variieren, weil im Vorfeld der eigentlichen Schwimmprüfung verschiedene Kurse absolviert werden müssen.

Wie alt darf das Deutsche Schwimmabzeichen für die Polizei sein?

Ob Bronze, Silber oder Gold, das Deutsche Schwimmabzeichen darf bei der Bewerbung der Polizei nicht älter als ein Jahr alt sein. Bist du im Besitz eines Jugendschwimmabzeichen das noch nicht älter als ein Jahr ist, hast aber schon das 18. Lebensjahr vollendet, dann musst du trotzdem noch das Deutsche Schwimmabzeichen machen.  

Fandest du diesen Artikel hilfreich?
[Gesamt:14    Durchschnitt: 4.7/5]
Scroll Up