Polizei Einstellungstest

Mit dem Online-Testtrainer Einstellungstest und Assessment-Center der Polizei erfolgreich bestehen.

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Der Einstellungstest ist die erste Hürde und muss erfolgreich absolviert werden, denn erst dann kann deine berufliche Karriere bei der Polizei starten. Was ist aber der Grund dafür, dass die Polizei solche aufwändigen Auswahlverfahren durchführt? Wie gestaltet sich deren Ablauf? Genau dies und noch vieles mehr erfährst du hier!

Der Beruf eines Polizisten gestaltet sich abwechslungsreich, spannend sowie vielseitig. Allerdings ist dieser selbstverständlich auch anspruchsvoll, anstrengend und gegebenenfalls belastend. Es gilt demnach, für den Polizeivollzugsdienst starke Persönlichkeiten zu finden. Die Polizei führt Auswahlverfahren durch, um aus der großen Zahl an Bewerbern die Top-Kandidaten zu finden. Hierbei werden die Bewerber in unterschiedlichen Gebieten geprüft, wodurch sie zeigen können, was in ihnen steckt. Einstellungstests haben zwar einen hohen Anspruch, sind aber extrem fair, da die Voraussetzungen und somit auch die Chancen für jeden dieselben sind. Es ist auch für alle möglich, sich gezielt auf das Auswahlverfahren vorzubereiten. Im Folgenden wird deutlich, was für das Eignungsauswahlverfahren der Polizei bekannt sein sollte!

Der Einstellungstest bei der Polizei

Bürger unterstützen, Streits schlichten, Straftaten nachgehen, Gefahrenstellen sichern, Anzeigen aufnehmen, Kontrollen durchführen, den Straßenverkehr regeln. Hier siehst du, dass der Aufgabenbereich der Polizei sehr weitläufig ist. Auf der einen Seite bedeutet dies, dass der Berufsalltag sich sehr spannend gestaltet, da jeder Einsatz und jeder Tag neue Herausforderungen beinhaltet. Polizisten erleben die unterschiedlichsten Situationen – es handelt sich also nicht um eine Routinearbeit. Auf der anderen Seite umfasst der Polizeidienst auch viele Anforderungen. Die wichtigsten Eigenschaften, die du als zukünftiger Polizist haben solltest, sind:

  • Ein sicheres Gespür für Recht und Ordnung:

Eine grundlegende Aufgabe der Polizei ist, Recht, Ordnung und Sicherheit sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, werden sie allerdings immer wieder in die Grundrechte anderer Menschen eingreifen müssen. Zum einen ist es deshalb dringend erforderlich, Gesetze sowohl zu kennen als auch zu befolgen. Zum anderen gilt es, ein hohes Toleranzmaß zu haben sowie ein Gespür dafür, mit Betroffenen korrekt umzugehen.

  • Körperliche Fitness:

Es ist immens wichtig, gesund und körperlich fit zu sein, um dem Polizeiberuf nachgehen zu können. Leistungsfähigkeit und Ausdauer sind im Dienst und bei Einsätzen wesentliche Faktoren.

  • Psychische Belastbarkeit und Stressresistenz:

Es verhält sich in den meisten Fällen so, dass die Polizei gerufen wird, sobald etwas passiert ist oder passieren wird. Ein Polizist ist demnach Situationen ausgesetzt und begegnet Schicksalen, die berühren.  Es ist daher als Polizist sehr wichtig, mit genau solchen, teils belastenden Situationen umgehen zu können. Auch solltest du in schwierigen Momenten oder in provokativen Situationen stets die Ruhe bewahren können.

  • Entschlussfreudigkeit und Auftreten:

Im Einsatz ist es extrem wichtig, schnell zu reagieren und die richtigen Entscheidungen zu fällen. Ein Polizist muss klare Anweisungen geben können und mit einer deutlichen Sprache auf natürliche Art Autorität gegenüber den Bürger ausstrahlen. Grade in kritischen Situationen kann eine unmissverständliche Ansprache und schnelle Handlung lebenswichtig sein.

  • Kommunikationsfähigkeiten:

Polizisten arbeiten mit Menschen zusammen, weshalb es auch wichtig ist, über gute kommunikative Fähigkeiten zu verfügen. Allerdings ist auch Arbeit im Büro Teil des Polizeiberufs. Es gilt, Berichte zu schreiben, Protokolle zu verfassen sowie Anzeigen aufzunehmen. Aus diesem Grund musst du dich schriftlich gut und korrekt ausdrücken können.

  • Lernbereitschaft und Flexibilität:

Im Zuge der Ausbildung erlangst du viel Fachwissen aus verschiedenen Bereichen. Es ist zudem wichtig, immer über beispielsweise Gesetzesänderungen und gesellschaftliche Entwicklungen Bescheid zu wissen. Parallel dazu musst du die Fähigkeit besitzen, die Arbeit konzentriert und aufmerksam zu erfüllen. Auch Flexibilität ist bei der Polizei gefragt, denn nicht selten kommt es vor das eine Schicht mal länger dauert oder man noch kurz vor Feierabend noch zu einen Einsatz raus muss.  

Der Ablauf des Einstellungstests bei der Polizei

Die Polizei existiert so eigentlich nicht, denn außer der Bundespolizei ist die Polizei in Deutschland Ländersache. Da jedes Bundesland eigene Regelungen hat, existiert auch kein einheitlicher Einstellungstest. Aus diesem Grund erstellt jede Landespolizei ein eigenes Auswahlverfahren, weshalb sich die Einstellungstests bezüglich des Inhalts und auch des Umfangs sowie der Dauer differenzieren. In der Summe gründen Auswahlverfahren allerdings auf dem gleichen Muster. Außerdem existieren wesentliche Testbausteine, die immer vorhanden sind.

Die Vorauswahl

Nach der Einreichung der Bewerbungsunterlagen kontrolliert die Polizei, ob diese vollständig sind. Fehlen Unterlagen, folgt eine Aufforderung, diese nachzureichen. Zudem prüft die Polizei, ob die formalen Kriterien für eine Einstellung erfüllt werden. Zu diesen Kriterien zählen etwa die Staatsbürgerschaft, das Alter sowie die Körpergröße. Ärztliche Befunde sind für die Vorauswahl zudem wichtig. Wenn bei dir nichts gegen eine potentielle Einstellung spricht, wirst du zum Auswahlverfahren eingeladen.

Der schriftliche Prüfungsteil

Der Einstellungstest startet mit einer schriftlichen Prüfung, die in den häufigsten Fällen am Computer absolviert wird. Darin werden Aufgaben in den verschiedensten Themenbereichen abgefragt, dazu gehören:

  • Sprache (auch Fremdsprachentest)
  • Logisches und analytisches Denken
  • Mathematik und Rechnen
  • Konzentration und Merkfähigkeit
  • Allgemein- und Fachwissen

In einigen Bundesländern findet lediglich ein größerer PC-Test statt, in anderen Bundesländern untergliedert sich die schriftliche Prüfung in einige Einzeltests. Beim computergestützten Test musst du in ziemlich kurzer Zeit viele unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Dabei handelt es sich meist um Auswahlfragen. Das bedeutet, dass du mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung hast und du lediglich die korrekte Lösung ankreuzen musst.

Polizei Sporttest

Der Sporttest dient dazu, deine Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft und Koordinationsvermögen einzuschätzen. Hierfür müssen oft einige Disziplinen oder auch Parcours durchgeführt werden. Typische Bausteine des Sporttests bei der Polizei sind: 

  • Ausdauerlauf oder Langstreckenlauf
  • Hindernisparcours
  • Koordinationsübungen
  • Bankdrücken und Klimmzüge
  • Sprung- und Kletterübungen

In einigen Bundesländern gibt es keinen Sporttest, hier musst du bereits zuvor beweisen, dass du körperlich fit bist. Oft zählen ein Nachweis über ein Schwimm– und/oder ein Sportabzeichen schon zu den Bewerbungsunterlagen.

Polizei Assessment-Center

Beim Assessment-Center werden deine kommunikativen Fähigkeiten sowie deine sozialen Kompetenzen erfragt. Dies ist möglich durch:

  • eine Gruppendiskussion
  • eine Gruppenaufgabe
  • einen Rollenspiel
  • ein kurzes Referat

So wird geprüft, wie du auftrittst und dich anderen Menschen gegenüber verhältst. Beim Rollenspiel ist es möglich, dass der Gegenspieler entweder ein Polizist oder Prüfer ist. Bei den Gruppenaufgaben bearbeitest du die Aufgaben gemeinsam mit anderen Bewerbern. Die Auswahlkommission beobachtet dies.

Bei einer sogenannten Gruppendiskussion mit anderen Bewerbern soll geprüft werden wie du dich im Umgang mit anderen Menschen verhältst. Hierzu wird in der Regel eine polizeibezogene Aufgabe gestellt, die dann innerhalb der Gruppe diskutiert und gelöst werden muss. Kommunikationsvermögen, soziale Kompetenzen sowie Teamgeist sind wesentliche Aspekte und Bestandteile der Polizeiarbeit. Ein Assessment-Center zählt jedoch nicht in allen Bundesländern zum Einstellungstest. Eventuell ist dieses nur bei einer Bewerbung für den gehobenen Dienst zu absolvieren.

Das Einzelinterview / Vorstellungsgespräch

Das Einzelgespräch findet als strukturiertes Interview oder als freies Gespräch statt. Hier sitzt man einem Komitee der Einstellungskommission gegenüber, dass herausfinden möchte ob du für den Job bei der Polizei geeignet bist oder nicht.  Im Grunde gestaltet es sich aber wie ein herkömmliches Vorstellungsgespräch. Die Prüfer möchten etwas über deine Person in Erfahrung bringen und Aufschluss darüber bekommen, weshalb du zur Polizei möchtest. Zudem kannst auch du potentielle Fragen loswerden.

Die polizeiärztliche Untersuchung

Der letzte Schritt des Einstellungstests ist die polizeiärztliche Untersuchung. Um abzuklären, ob du die nötige körperliche sowie seelische Gesundheit für den Polizeiberuf hast, wirst du von „Kopf bis Fuß“ durchgecheckt. Dazu zählen insbesondere:  

  • Ohren, Rücken und Nasen-Rachen-Raum,
  • Skelettsystem mit den großen Gelenken, Brustkorb und Bauch
  • Hör- und Sehtest
  • EKG, Lungenfunktions- und Belastungstest
  • Urin- und Bluttest
  • Drogentest, Drogenscreening

Sind weitere Untersuchungen notwendig, wird der Polizeiarzt diese absolvieren oder dich zu einem entsprechenden Facharzt senden. Auf Grundlage der vorhandenen Befunde stellt der Polizeiarzt fest, ob die Polizeidiensttauglichkeit da ist oder ob nicht.

Polizei Rangliste

Wird der Einstellungstest erfolgreich gemeistert, wird aus den Einzelergebnissen ein Endergebnis errechnet. Dies kann eine Punktzahl oder eine Note sein. Aus sämtlichen Endergebnissen aller Bewerber ergibt sich eine Rangliste. Je besser das Endresultat ist, desto besser ist die Platzierung in der Rangliste.

Die Ranglistenplatzierung wird wichtig, sobald es um die endgültige Auswahl geht. Freie Ausbildungsplätze werden von der Polizei in der Reihenfolge der Rangliste vergeben. Wenn etwa 250 Nachwuchskräfte eingestellt werden sollen, erhalten die Bewerber eine Zusage, welche zu den ersten 250 Plätzen der Rangliste gehören. Ein Platz wird frei, wenn sich etwa ein Bewerber anders entscheidet oder aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet. Dabei rückt dann ein Nächstplatzierter einen Rang nach oben.

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