BKA Bewerbung

Bewerberportal für gehobenen Kriminaldienst des Bundeskriminalamt. 

  • Voraussetzungen
  • Auswahlverfahren
  • Sporttest
  • Ärztliche Untersuchung
  • Karriere

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Allgemeine Infos zur Bewerbung beim BKA

Beim Bundeskriminalamt, kurz BKA, werden Bewerbungen das ganze Jahr über entgegengenommen. Einstellungen für Kriminalkommissaranwärter/innen finden beim BKA zweimal jährlich statt, jeweils zum 01.04. und 01.10. eines jeden Jahres. Die Bewerbung selber musst du im Online-Bewerbungsportal auf www.bewerbung.bka.de unter der Verfahrenskennziffer Bachelor-Studium im gehobenen Kriminaldienst des Bundes; Kriminalkommissaranwärter/in 10/2019 einreichen.

Um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern, ist das BKA besonders an Bewerbungen von Frauen interessiert, damit die Bereiche in denen der Frauenanteil noch gering ausfällt, aufgestockt werden. Außerdem unterstützt das Bundeskriminalamt auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch flexible Arbeitszeiten.

Zu den Rubriken

Voraussetzungen für das BKA

Die Arbeit beim Bundeskriminalamt ist mit anspruchsvollen und vielseitigen Aufgaben verbunden, aus diesem Grund müssen die Bewerberinnen und Bewerber schon im Vorfeld einige Voraussetzungen erfüllen und Qualifikationen mitbringen. Folgende Voraussetzungen sind für eine Bewerbung beim BKA unverzichtbar:

  • Du hast mindestens die allgemeine Hochschulreife oder die volle Fachhochschulreife mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,5
  • Du bist im besitz der Deutschen Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 Grundgesetz (Ausnahmen sind möglich bei Bewerbungen von Menschen mit interkulturellem Wissen und Fremdsprachenkenntnissen)
  • Du bist am Tag der Einstellung nicht älter als 33 Jahren (Ausnahmen bis zum Alter von maximal 42 Jahren möglich)
  • Du musst vor der Einstellung den Führerschein der Klasse B mit Schaltgetriebe besitzen
  • Du musst über gute Englischkenntnisse, die mindestens dem Level B1 entsprechen, verfügen
  • Du hast in den letzten fünf Jahren in Deutschland, einem Mitgliedsstaat der EU oder einem assoziierten Staat gelebt, damit eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt werden kann

Häufig gestellte Fragen

Solltest du dich bewerben ohne die deutsche Staatsbürgerschat zu besitzen, kannst du in Ausnahmefällen trotzdem berücksichtigt werden. Hier wird über die Einstellung in einer Einzelfallprüfung, nach erfolgreichem Abschluss des Auswahlverfahrens, entschieden.

Ausnahmen für den Notendurchschnitt sind möglich, wenn du bereits bei Bewerbungseingang eine abgeschlossene Berufsausbildung (in den Bereichen Verwaltung, Recht – Notariat, Justizfachangestellte oder Ähnliches) bzw. ein abgeschlossenes Studium hast oder über einen Meisterabschluss verfügst. Eine Ausnahme wird im Einzelfall geprüft.

Mit einem Zertifikat oder Abiturzeugnis kannst du deine B1 Englischkenntnisse belegen. Sollte auf dem Abschlusszeugnis nicht ausgewiesen sein, ob du den Unterricht in der geforderten Sprache über die vorgeschriebene Länge besucht hast, reicht das Abiturzeugnis allein nicht aus. Dann musst du Kopien der Jahreszeugnisse in den geforderten Zeiträumen als Nachweis deiner Bewerbung beilegen.

Grundsätzlich ist eine Bewerbung möglich. Jedoch wird im Einzelfall über eine Zu- oder Nichtzulassung der Bewerberin oder des Bewerbers zum Auswahlverfahren entschieden.

Generell müssen Tätowierungen durch lange Kleidung verdeckbar sein und sie dürfen nicht gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen, keine sonstigen bedenklichen Inhalte haben und nicht zu auffällig sein.

Bewerbung beim BKA

Wenn du alle Voraussetzungen für das Bundeskriminalamt erfüllst, steht einer Bewerbung nichts mehr im Weg. Deine Bewerbung beim BKA erfolgt ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal, unter der der Verfahrenskennziffer Bachelor-Studium im gehobenen Kriminaldienst des Bundes; Kriminalkommissaranwärter/in 10/2019. Für deine Online-Bewerbung werden folgende Dokumente zwingend benötigt:

  • Bewerbungsanschreiben / Motivationsschreiben
  • Biometrisches Passbild
  • Geburtsurkunde
  • Zeugnis über den Schulabschluss (für Schüler/innen alternativ: letzten beiden Halbjahreszeugnisse)

Alle Dokumente musst du im Online-Bewerbungsportal Hochladen. https://bewerbung.bka.de/

Das Auswahlverfahren beim BKA

Erfüllst du die formellen Voraussetzungen, lädt dich das Bundeskriminalamt zum Auswahlverfahren ein. Das Auswahlverfahren beim BKA findet an drei aufeinanderfolgenden Tagen in Mainz statt und besteht aus insgesamt drei Testbereichen und einer ärztlichen Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit. Der Ablauf des Auswahlverfahrens gestaltet sich wie folgt:

  • Tag 1: psychodiagnostische Testverfahren und Sporttest
  • Tag 2: Gruppen- und Einzelgespräch
  • Tag 3: Ärztliche Untersuchung

Das psychodiagnostische Testverfahren

Das psychodiagnostische Testverfahren besteht unter anderem aus einem Intelligenztest, indem besonders deine geistigen Fähigkeiten, durch z. B. Zahlenreihen, Satzergänzungen, Analogien, Figurenauswahl, Matrizen und Würfelaufgaben geprüft werden. Des Weiteren musst du dich einen Konzentrationstest unterziehen, wo deine Fähigkeit des aufmerksamen und konzentrierten Arbeitens geprüft wird. Das psychodiagnostische Testverfahren schließt mit einem Rechtschreibtest ab. Hier musst du unterschiedliche Aufgaben zur deutschen Rechtschreibung, Grammatik und Wortbedeutung bearbeiten.

Der Sporttest im BKA Auswahlverfahren

Für den Kriminaldienst sind nicht nur physische Fähigkeiten gefragt, sondern auch körperliche Fitness ist für den Polizeidienst unabdingbar. Diese musst du in einem Sporttest unter Beweis stellen, der insgesamt vier Disziplinen umfasst:

  • Achterlauf
  • Klimmzüge
  • Eckenlauf
  • Ausdauerlauf

Alle Übungen müssen von dir mit einer Mindestpunktzahl bestanden werden. Beim Achter- und Eckenlauf wird deine zurückgelegte Zeit gemessen und bei den Klimmzügen spielt die Anzahl der Wiederholungen eine wichtige Rolle. Die Wegstrecke im Ausdauerlauf musst du mindestens in 6 Minuten zurückgelegt haben.

BKA Assessment-Center: Gruppen- und Einzelgespräch

Gruppendiskussion

Hast du den ersten Tag im Auswahlverfahren erfolgreich hinter dir gebracht, erwartet dich im zweiten Testtag das Gruppen- und Einzelgespräch. Die mündliche Prüfung startet mit einer etwa 20-minütigen Gruppendiskussion, die aus ca. 4 bis 5 weiteren Teilnehmern besteht. Die Gruppe muss sich hier mit einem vorgegebenen Thema auseinandersetzen und darüber miteinander debattieren.

Kurzvortrag

Danach folgt ein Kurzvortrag, für den du ca. 20 Minuten Vorbereitungszeit hast. Diesen stellst du dann gegenüber der Prüfkommission in 5 bis 10 Minuten vor. Im Anschluss werden dir ein paar Fragen zum Text gestellt.

Einzelgespräch

Der zweite Testtag schließt mit einem etwa 45-minütigen Einzelgespräch vor dem Prüfungskomitee ab. In einem strukturierten Interview möchte man dich näher kennenlernen und deine Berufsmotivationen herausfinden.    

Ärztliche Untersuchung beim BKA

Tag drei des Auswahlverfahrens besteht aus der ärztlichen Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit. Diese ist von Nöten, da an die zukünftigen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamten des Bundes sehr hohe körperliche Anforderungen gestellt werden, die auch für die Folgejahre eine uneingeschränkte gesundheitliche Eignung erfordern. Mit der Untersuchung wird deine gesundheitliche Eignung im Rahmen des Auswahlverfahrens in mehreren Einzeluntersuchungen festgestellt. Unter anderem findet

  • ein allgemeiner medizinischer Check,
  • ein Hör- und Sehtest,
  • ein Leistungs-EKG,
  • ein Blutest sowie eine Urin Abgabe

statt. Die gesundheitlichen Anforderungen und möglichen Ausschlusskriterien, insbesondere zum Sehvermögen, kannst du nachstehendem Informationsblatt des BKA entnehmen.

Hinweise und Selbsteinschätzung zur Polizeidiensttauglichkeit beim BKA

Der Polizeivollzugsdienst mit seinen spezifischen, über allgemeine Dienstaufgaben hinausgehenden Anforderungen stellt an Beamtinnen und Beamten erhöhte gesundheitliche Anforderungen.

In vier Rubriken unterteilt finden Sie nachstehend – in nicht abschließender Aufzählung! – einige Gründe, die in aller Regel eine Polizeidiensttauglichkeit ausschließen. Lassen Sie sich dabei bitte nicht von der Vielzahl der medizinischen Fachbegriffe irritieren. Sollten Sie von einem oder mehreren der aufgeführten Gründe betroffen sein, dürfte Ihnen der entsprechende Fachbegriff geläufig sein.

Als Ausschlussgründe für eine Polizeidiensttauglichkeit kommen prinzipiell alle vorliegenden oder ihrer Natur nach nicht heilbaren, eventuell auch nur schubweise auftretenden Gesundheitsstörungen in Betracht, die der Ausübung des Amtes, des unmittelbaren Zwangs auch unter Führung der Dienstwaffe, dem körperlichen Einsatz gegen Personen, ausreichendem Selbstschutz und Außen- und (Wechsel-) Schichtdienst entgegenstehen.

Die Ausschlussgründe werden vorliegend in folgende Rubriken unterteilt:
1. Unzureichende gesundheitliche körperliche Leistungs-/Belastungsfähigkeit
2. Erhöhte gesundheitliche Verletzbarkeit
3. Risiko für Bewusstseinsstörungen, erhebliche Stimmungs- oder Konzentrationsschwankungen
4. Unzureichend stabiler seelischer Gesundheitszustand bzw. unzureichende psychische Leistungsfähigkeit

Zu Nr. 1 unzureichende gesundheitliche körperliche Leistungs-/Belastungsfähigkeit, z. B. durch
a) Stoffwechsel-, Autoimmun-, Bluterkrankungen oder in Folge von deren Behandlung,
z. B. Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus), behandlungspflichtige Schilddrüsenkrankheiten oder Hormonstörungen, Blutarmut (Anaemie),
b) Erkrankungen der Atemwege: allergisches oder Anstrengungs-Bronchialasthma, hyperreagibles Bronchialsystem,
c) herabgesetzte Funktionalität oder Belastbarkeit von Wirbelsäule, Gelenken oder anderen Anteilen des Bewegungsapparates bei:
– (auch neurologisch bedingtem oder ungeklärtem) Zittern (Tremor),
– Bandscheibenvorfall, Zustand nach Bandscheibenoperation,
– relevanter Gefügestörung, z. B. Wirbelgleiten (Spondylolisthese),
– ungenügend stabilen Skelettanteilen, ungenügend stabilem Gelenk mit Verrenkungsgefahr: nach habitueller Gelenkluxation (Kniescheibenausrenkung bei -fehlform), bei fehlendem oder defektem vorderen Kreuzband,
d) aktuelle oder frühere Medikamentenwirkung: nach/bei cytostatischer, radioonkologischer, immunsuppressiver oder hormoneller Behandlung,
e) naturgemäß unheilbare Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder bei häufig auftretenden Durchfällen,
f) chronische Erkrankungen der Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, innerer Organe (Hepatitis B, C und andere Formen, Pancreatitis),
g) unzureichende Leistungsfähigkeit der Herz-/Kreislauforgane, z. B.
– bei Herzklappenfehler oder Herzscheidewanddefekt,
– nach angio- oder cardiologischer Operation,
– bei Herzrhythmus-, Reizleitungsstörungen,
– bei Bluthochdruck, bei Kreislaufregulationsstörungen,
– im Belastungs-EKG (entsprechend den arbeitsmedizinischen Grundsätzen),
– in Verbindung mit Übergewicht.

Zu Nr. 2 erhöhte gesundheitliche Verletzbarkeit, z. B. durch
a) relevante Funktionsstörungen an folgenden Sinnesorganen:
Augen: Minderung des Sehvermögens, des räumlichen Sehens, bei Gesichtsfeldausfällen, bei Farbsinnschwäche (diesbezüglich unbedingt die näheren Hinweise zum Sinnesorgan Augen beachten!),
Ohren: Minderung des Hörvermögens, des Sprachverständnisses auch bereits eines Ohres, nach/bei Hörsturz oder Tinnitus, bei Trommelfelldefekt,
Geruchssinn.

Die Umstände des Polizeivollzugsdienstes fordern – allein bereits zum Eigenschutz – ein Mindestmaß oben angesprochener Sinnesfunktionen, das auch ohne Hilfsmittel (Sehhilfen, Hörgerät, Cochlea-Implantat) gewährleistet sein muss!

b) durch Implantate (einige Osteosynthese-Materialien), bei Ersatz von Körperteilen (z. B. an Gelenken, Intraocularlinse),
c) bei erhöhtem Risiko für Blutgerinnselbildung (Thromboseneigung/Thrombophilie) oder Blutung, z. B. durch Gerinnungsleiden oder Medikamentenwirkung,
d) bei verminderten gesundheitlichen Abwehrkräften, die Risiko für Dienst unter den unterschiedlichen Witterungsbedingungen und bei Kontakt auch zu unbekannten, möglicherweise infektiösen Personen darstellen (Immunsuppression durch Medikamente, Bestrahlung u.a.),
e) bei Vorliegen nur einer Niere (Dialysepflicht bei deren Verletzung!),
f) für psychische Verletzungen, z. B. nach bereits erlittenem Psychotrauma, nach bereits erlittener posttraumatischer Belastungsstörung u. ä.

Zu Nr. 3 Risiko für Bewusstseinsstörungen, erhebliche Stimmungs- oder Konzentrationsschwankungen, z. B.
a) bei Stoffwechsel- (Blutzuckererkrankung Diabetes mellitus), Autoimmun-, psychischen Erkrankungen,
b) bei neurologischen Leiden (Anfallsleiden/Epilepsie, Krampfbereitschaft, Absencen),
c) in Folge von Medikamenteneinnahme oder Sucht(-mitteleinnahme).

Zu Nr. 4 unzureichend stabiler seelischer Gesundheitszustand bzw. unzureichende
psychische Leistungsfähigkeit, z. B.
g) durch nicht ausschließbare Eigen- oder Fremdgefährdung (nach autoaggressivem Verhalten, bei Sucht),
h) durch psychische Instabilität (ADHS, psychosomatische, Ess- oder Angststörung, Suchterkrankung),
c ) durch naturgemäß unheilbare psychische Krankheiten (aufgetretene endogene „Depression“,
Psychose, Borderline-Störung),
d) durch Persönlichkeitsstörung,
e) durch aktuelle oder frühere Medikamenten-/Suchtmitteleinnahme.

Zu beachten ist, dass eine nicht unbeachtliche Anzahl psychischer Leiden definitionsgemäß nicht „ausheilen“ können, da diese mit schubweisen Verläufen – mitunter auch in großen zeitlichen Abständen – behaftet sind, somit dauerhaft fortbestehen (z.B. Depression, Suchterkrankung und auch zeitweilige Rückbildung/“Remission“).

Auf Basis der Polizeidienstvorschrift (PDV) 300 in der jeweils Fassung.
Quelle: © Bundeskriminalamt / www.bka.de

Zu beachten insbesondere von Bewerberinnen und Bewerbern, denen die Minderung ihres Sehvermögens (Brillen-, Kontaktlinsenträger, z. B. bei bekannter Farbsehschwäche, eingeschränktem
räumlichen Sehen) bereits bekannt ist oder die eine solche vermuten!

Die Anforderungen an die Sehkraft sind in der Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) festgeschrieben. Zu
diesem Aspekt erlaubt das Amt im Polizeivollzug keine Abstriche. Sind Anforderungen an Sinnesorgane nicht erfüllt, ist die Polizeidiensttauglichkeit im Sinne der Nr. 2 a) ausgeschlossen. Die
Einstellung ist damit verhindert.

Falls in Hinblick auf Ihr Sehvermögen Unklarheiten bestehen, sollten Sie diese zunächst bei einer Augenärztin/einem Augenarzt klären, sich ggf. dort untersuchen lassen und das Ergebnis im Rahmen Ihrer Selbsteinschätzung berücksichtigen. Kosten für augenärztliche Untersuchungen mit dem Ziel der Bewerbung für den Polizeidienst werden vom BKA nicht übernommen!

Wir raten ausdrücklich davon ab, sich allein zur Erlangung eines Amtes medizinischen Eingriffen oder Operationen zu unterziehen, da trotz allen Fortschritts auch heutzutage häufige (hier: refraktionschirurgische) Operationen („Laser-OP“) an den Augen unvermeidbar risikobehaftet bleiben.

Sollten Sie sich den- noch dazu entschließen, berücksichtigen Sie bitte Folgendes:

Wie auch nach anderen Operationen oder intensiveren Heilmaßnahmen setzt die Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit die „Heilungsbewährung“ voraus. Darunter ist der Ablauf der für die jeweilige Operation oder Maßnahme typischen Zeitphase zu verstehen, in der noch Komplikationen zu befürchten sind. Nach einer „Laser-OP“ am Auge wird der erreichte Zustand frühestens 1/2 Jahr nach dem Eingriff beurteilbar. Der Polizeiärztliche Dienst stützt sich dann in der Regel auf eine detaillierte augenärztliche Befunderhebung (Ausschluss von Narben, von erhöhter Blendempfindlichkeit, Bestimmung der Resthornhautdicke). Diese Befunderhebung wird von einer unabhängigen Augenärztin/einem unabhängigen Augenarzt erwartet (nicht in die OP-Planung und OP-Durchführung involviert)!

Auszüge aus der Vorschrift für die ärztliche Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit (PDV 300):
– …“Untauglich machen Missbildungen, Defekte oder chronische oder zum Rückfall neigende Krankheiten des Augapfels, der Augenmuskeln, der Augenlider, der Tränenorgane, der Hornhaut (Hornhauttrübung, sofern sie das Sehen behindern) und des inneren Auges, Schielen, Nystagmus, Augenmuskellähmung.“
– „Die zur Korrektur benötigten Gläser und deren Fassungen dürfen keine wesentlichen Beeinträchtigungen des Gesichtsfeldes bedingen.“
– „Der Polizeivollzugsdienst erfordert ein gutes Farbunterscheidungsvermögen.“ 

Polizeidienstuntauglichkeit liegt u. a. vor bei
– unkorrigierter Sehschärfe auf einem Auge von weniger als 0,5, wenn das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet ist, von weniger als 0,3, wenn das 20. Lebensjahr vollendet ist,
– korrigierter Sehschärfe unter 0,8 schon auf einem Auge, selbst bei einer Sehschärfe von 1,0 des anderen Auges,
– Hyperopie in Zykloplegie über +2,5 dpt. sphärisch schon auf einem Auge, 
– unzureichendem räumlichen Sehen, herabgesetzter Dämmerungssehschärfe, erhöhter Blendempfindlichkeit, Gesichtsfeldeinschränkung schon auf einem Auge,
– Brechungsanomalien oder Augenerkrankungen, die die Benutzung von Kontaktlinsen erfordern,
Farbensinnstörung,
– Deuteranopie, Protanopie.

Auf Basis der Polizeidienstvorschrift (PDV) 300 in der jeweils Fassung.
Quelle: © Bundeskriminalamt / www.bka.de

Häufig gestellte Fragen

Das Auswahlverfahren findet ab dem Einstellungstermin 10/2019 statt. Weitere Informationen erhältst du mit der Einladung zum Auswahlverfahren.

Das Auswahlverfahren findet im Rahmen eines dreitägigen Aufenthaltes im Tagungszentrum „Erbacher Hof“ in Mainz statt.

Eine Einstellung mit fester oder loser Zahnspange ist nicht möglich, die kieferorthopädische Behandlung muss abgeschlossen sein. Retainer (Drähte zur Stabilisierung nach der Behandlung) sind kein Problem. Die ärztliche Untersuchung kann auch noch mit Spange durchgeführt werden, jedoch muss die Behandlung bis zum Beginn des Studiums abgeschlossen sein.

Ablauf des Studiums

Hast du das Auswahlverfahren erfolgreich hinter dir gebracht und eine Zusage zur Einstellung in den gehobenen Dienst des Bundeskriminalamts erhalten, wartet ein dreijähriger Bachelor-Studiengang auf dich. Das duale Studium setzt sich aus theoretischen und praktischen Studienabschnitten zusammen und wird von polizeispezifischem Training wie Sprachausbildung, Einsatztraining und Dienstkunde begleitet. Das Studium gliedert sich wie folgt:

  • Brühl: 4 Monate Studium
  • Wiesbaden: 8 Monate Studium
  • 7 Monate Praktikum bei einer Länderdienststelle
  • Wiesbaden: 8 Monate Studium
  • 9 Monate Praktikum im BKA Wiesbaden, Berlin und Meckenheim inkl. Verfassen einer Bachelorarbeit.

Nach erfolgreichem Ablegen der Laufbahnprüfung wirst du zur Kriminalkommissarin / zum Kriminalkommissar auf Probe ernannt und bekommst den akademischen Grad „Bachelor of Arts“ verliehen. Nach einer dreijährigen Probezeit wird das Beamtenverhältnis auf Probe in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit umgewandelt.

Häufig gestellte Fragen

Die Laufbahn des gehobenen Dienstes sieht Beförderungsmöglichkeiten bis zur ersten Kriminalhauptkommissarin / zum ersten Kriminalhauptkommissar vor. Bei guten Leistungen kannst du zu einer Aufstiegsausbildung für den höheren Kriminaldienst zugelassen werden.

Während des Studiums erhältst du im ersten Jahr ein Grundgehalt in Höhe von rund 1.200 Euro. Im dritten Studienjahr erhöht sich der monatliche Bruttobetrag auf rund 1.360 Euro. Nach dem Studium erfolgt die Besoldung nach dem Bundesbesoldungsgesetz, beginnend mit der Besoldungsgruppe A 9g BBesO (derzeit 2.800,00 Euro brutto).

Neben den Kriminalbeamtinnen/Kriminalbeamten gibt es ca. 250 verschiedene Berufe im BKA. Einen Überblick über die Karrieremöglichkeiten beim BKA findest du hier https://www.bka.de/DE/KarriereBeruf/EinstiegBeimBKA/EinstiegBKA_node.html

Voraussetzung ist ein erfolgreicher Abschluss eines Masterstudiengangs (Aufbaustudium) mit überwiegend informationstechnischen, sozial-, politik- oder wirtschaftswissenschaftlichen Studienschwerpunkten. Dieser muss mit mindestens, 120 Creditpoints bewertetet sein. Weitere Informationen findest du hier https://www.bka.de/DE/KarriereBeruf/EinstiegBeimBKA/Berufserfahrene/Nachwuchsfuehrungskraft/EinstiegAbschluss/abschluss_node.html

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