Bundeswehr Bewerbung

Bewerberportal für eine militärische Laufbahn und die Ausbildung bei der Bundeswehr.

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Allgemeine Infos zur Bewerbung bei der Bundeswehr

Am Anfang jedes Bewerbungsprozesses bei der Bundeswehr steht ein ausführliches Beratungsgespräch, denn jeder Soldat und jede Soldatin mit einer Waffe in der Hand trägt eine große Verantwortung. Erst nach dem Gespräch mit deinem Karriereberater kannst du deine Bewerbungsmappe zusammenstellen und deine Bewerbung einreichen. Wenn dann alle Bewerbungsunterlagen vollständig eingegangen sind bekommst du eine Einladung zum Auswahlverfahren der Bundeswehr. Mit dem Einladungsschreiben erhältst du auch alle weiteren Infos darüber welche Unterlagen du noch zum Auswahlverfahren vorlegen musst. 

Bei der Bundeswehr wird in aller Regel vierteljährlich eingestellt und man kann sich das ganze Jahr über bewerben. Dies gilt aber nur wenn du dich für die Mannschaftslaufbahn, FWD oder für eine Feldwebel Laufbahn interessierst. Denn für die Offizierslaufbahn gelten eigene Bewerbungsfristen – diese beginnt immer im Herbst eines Jahres. Die Bewerbung für die Offizierslaufbahn muss spätestens bis Ende Februar des Einstellungsjahres eingegangen sein, denn ab den 1. März werden keine Bewerbungen mehr berücksichtigt. Diese Regelung zur Bewerbung für die Offizierslaufbahn gilt für alle Heeresbereiche in der Bundeswehr. Weitere Infos zur Karriere bei der Bundeswehr auf www.bundeswehrkarriere.de.    

Zu den Rubriken

Voraussetzungen für die Bundeswehr

Bei der Bundeswehr gibt es für junge Erwachsene mit Schulabschluss, Studienabgänger und Quereinsteigern mit Berufserfahrung viele Karrierewege im militärischen und zivilen Bereich, die man einschlagen kann. Je nach Laufbahn und Berufsbild unterscheiden sich jedoch die körperlichen Anforderungen und persönlichen Fähigkeiten sowie die Qualifikationen für die Bewerber bei der Bundeswehr. Allerdings gibt es allgemeine Voraussetzungen, die von dir vor einer Bewerbung erfüllt werden müssen, wenn du dich als Soldatin oder Soldat bei der Bundeswehr bewerben möchtest: 

  • Deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes
  • Verfassungstreue und Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung
  • Mindestalter von 18 Jahren (17 Jahre nur mit dem Einverständnis der Sorgeberechtigten)
  • Mindestgröße von 155 cm für Frauen und Männer gleichermaßen
  • Medizinische Eignungsuntersuchung bestehen
  • Bundesweite Verwendbarkeit und Einsatzbereitschaft
  • Bei einer Verpflichtung ab 12. Monaten, Bereitwilligkeit zu Auslandseinsätzen
  • Laufbahn Mannschaft: Hauptschule abgeschlossen oder mindestens Vollzeitschulpflicht erfüllt
  • Laufbahn Unteroffizier: mindestens Hauptschule abgeschlossen
  • Laufbahn Feldwebel: Mittlere Reife (mit verwertbarer Berufsausbildung höherer Dienstgrad bei Einstellung möglich)
  • Laufbahn Offizier: Abitur, Fachhochschulreife oder mittlere Reife samt einer anerkannten Berufsausbildung

Je nach Berufsbild und Verwendungbereich sind weitere Fähigkeiten und Charakterzüge unerlässlich: Als Kampfschwimmer musst du z.B. eine gesonderte sportliche Eignungsfeststellung absolvieren oder als Pilot über ein exzellentes Sehvermögen verfügen. 

Das erste Beratungsgespräch bei der Bundeswehr

Die erste Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel online über die Karriereseite der Bundeswehr www.bundeswehrkarriere.de. Über den Beratungsstellenfinder können dann die potenziellen Bewerber und Bewerberinnen Kontakt mit einem Beratungsbüro der Bundeswehr aufnehmen – entweder telefonisch oder über ein Kontaktformular. Anschließend erfolgt ein Termin für das Erstberatungsgespräch

Bist du der Einladung in einen Beratungsbüro gefolgt, wird ein/e Karriereberater/-in der Bundeswehr mit dir das erste Beratungsgespräch führen. Hier wird als erstes über deine Interessen oder bestimmten Berufswünsche bei der Bundeswehr gesprochen und gegebenenfalls werden Alternativen aufgezeigt. Denn bis zu drei Berufswünsche kannst du im Bewerbungsbogen angeben. In welcher Laufbahn du jedoch letztendlich anfangen kannst, wird sich erst beim Assessment-Center, im Auswahlverfahren der Bundeswehr, herausstellen. 

Des Weiteren werden im ersten Beratungsgespräch noch Fragen zur körperlichen Eignung gestellt und ob gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Allergien bei dir vorhanden sind. Auch der auszufüllende Bewerbungsbogen wird dir noch einmal ausführlich erklärt, um diesen möglichst vollständig ausgefüllt wieder zu erhalten. Abschließend wird gemeinsam ein Abgabetermin der Bewerbungsunterlagen vereinbart.  

Militärische Karriere - Laufbahnen bei der Bundeswehr

Als einer der größten Arbeitgebern Deutschlands ist die Bundeswehr mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im zivilen und militärischen Bereich deutschlandweit in vielen Gemeinden stationiert. Räumliche Nähe und das weite Aufgabenfeld ermöglichen es der Bundeswehr, dich in den unterschiedlichsten Berufsfeldern einzusetzen und auszubilden. Die Bundeswehr kann dir von daher vielfältige und interessante Berufe, sowie aussichtsreiche Karrieren bieten. 

Die Teilstreitkräfte der Bundeswehr

Vom freiwilligen Wehrdienst bis hin zum Zeitsoldaten, es gibt viele interessante Laufbahnen wie z.B. die des Sicherungssoldaten, Matrosen, Panzerrichtschützen, Militärpolizisten oder Piloten die du beim Bund einschlagen kannst. Als Soldat oder Soldatin kannst du bei der Bundeswehr in folgende Teilstreitkräfte eingesetzt werden: 

Das Heer übernimmt verschiedene Aufgaben in Truppengattungen wie Infanterie, Artillerie, Panzertruppe oder Heeresfliegertruppe. Dabei handelt es sich um abwechslungsreiche und anspruchsvolle Berufe mit großen körperlichen und geistigen Herausforderungen. Unter anderem sind die Soldatinnen und Soldaten des Heeres als Aufklärer, Gebirgsjäger, Fallschirmjäger, Kampfmittelspezialisten, Logistikprofis oder Kommandosoldaten eingesetzt. 

Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

Geführt von militärischen Radarstationen heben die Kampfjets der Luftwaffe binnen Minuten ab. Die Luftwaffe verfügt unter anderem über Flugabwehrraketen, Kampfflugzeuge, Hubschrauber, fliegende Aufklärungssysteme und Transportflugzeuge. Die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe leisten auch auf dem Boden wertvolle Dienste. Zum Beispiel als Fluglotsen, Radarelektronikerinnen, Luftfahrzeugmechaniker, IT-Spezialistinnen, Lufttransportexperten oder Luftwaffensicherer.

Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

Um die Hoheitsgewässer, die maritime Infrastruktur und die Verkehrs- und Handelswege zu schützen, verfügt die Marine neben Ubooten, Fregatten, Korvetten und Versorgungsschiffen auch über Flugzeuge und Hubschrauber. Die Soldatinnen und Soldaten der Marine arbeiten zum Beispiel als Antriebstechnikerinnen, Schiffsärzte, IT-Spezialistinnen, Kampfschwimmer, Elektrotechnikerinnen, Schiffsmechaniker oder Rettungsfliegerinnen.

Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

In der Streitkräftebasis sorgen Spezialistinnen und Spezialisten diverser Bereiche dafür, dass sich die Streitkräfte voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Hier bündeln sich unterschiedliche Aufgaben von Sicherheitsdiensten bis zur Bereitstellung von Waren und Gütern. Die Soldatinnen und Soldaten der Streitkräftebasis sind zum Beispiel Personenschützerinnen, Fahrlehrer, Redakteure, Feuerwerkerinnen, Chemiker oder Hundeführerinnen.

Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

Die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen ist die zentrale Aufgabe des Sanitätsdienstes. Dies gilt insbesondere für Auslandseinsätze, bei denen gesundheitliche Gefahren drohen, denen Soldatinnen und Soldaten im Inland nicht ausgesetzt sind. Für die Rundumversorgung auf höchstem fachlichen Niveau werden neben Ärztinnen und Ärzten viele weitere medizinische Fachkräfte gebraucht. Zum Beispiel Notfallsanitäterinnen, Gesundheits- und Krankenpfleger, medizinisch-technische Assistentinnen, Apotheker oder Laborantinnen.

Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

Für die Bundeswehr sind Informationen eine Kernressource. Ähnlich wie Heer, Luftwaffe und Marine für Land, Luft und See zuständig sind, ist dieser Organisationsbereich ganzheitlich für den Cyber- und Informa­tions­raum verantwortlich, um Deutschland mit digitalen Mitteln und Fähigkeiten zu verteidigen. Zusätzlich zur Cybersicherheit und IT gehören auch die zentralen Teile des militärischen Nachrichtenwesens, das Geoinformationswesen und die operative Kommunikation dazu.

Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

Wähle deine Laufbahn

Mannschaftslaufbahn

Unteroffizierslaufbahn

Feldwebellaufbahn

Offizierslaufbahn

Mannschaftslaufbahn

Die Laufbahnen der Mannschaften sind die niedrigste Dienstgradgruppe der Bundeswehr und für Bewerber mit und ohne berufliche Qualifikation vorgesehen. Die Rekruten der Mannschaftslaufbahn beginnen mit dem Dienstgrad Schütze (beim Heer abhängig von der Truppengattung; bei der Luftwaffe als Flieger und bei der Marine als Matrose) und können im weiteren Verlauf der Mannschaftslaufbahn Gefreiter, Ober-, Haupt-, Stabs– und Oberstabsgefreiter werden, wenngleich die zwei letztgenannten Dienstgrade nur von Soldaten und Soldatinnen auf Zeit erreicht werden können. Die Mannschaftslaufbahn gilt im allgemeinen auch als „Beruf auf Zeit“. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit können zunächst 4 Jahre lang (ggf. auch länger) eine Vielzahl an Erfahrungen und Qualifikationen in den in vielfältigen Verwendungen wie z.B. als Mechanikerinnen/Mechaniker oder als Stabsdienstsoldatin/-soldat für das zivilie Berufsleben sammeln. 

Anforderungen
  • Staatsangehörigkeit: Deutsche oder Deutscher im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes;
  • Mindestalter: 18 Jahre (17 Jahre mit Einverständnis der Sorgeberechtigten);
  • Schul-/Berufsausbildung: Hauptschule abgeschlossen oder mindestens Vollzeitschulpflicht erfüllt;
  • Grundsätzlich gilt für die Laufbahn der Mannschaften ein Verpflichtungszeitraum von mindestens 4 Jahren.

Qualifikationvoraussetzungen: www.bewerbung.bundeswehr-karriere.de

Unteroffizierslaufbahn

Die Laufbahnen der Unteroffiziere teilen sich in zwei Dienstgradgruppen der Bundeswehr auf: Unteroffiziere ohne und mit Portepee (Rangabzeichen in Form einer Kordel). Die Unteroffiziere ohne Portepee können neben dem Unteroffizier (Maat) noch den Dienstgrad Stabsunteroffizier (Obermaat) erlangen. Unteroffiziere mit Portepee hingegen sind Feldwebel oder Bootsleute (Marine), die in ihrer weiteren Unteroffizierslaufbahn noch Ober-, Haupt-, Stabs– und Oberstabsfeldwebel beziehungsweise –bootsmann werden können. Unteroffiziere sind gut ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten des Fachdienstes, denn die Laufbahn heißt offiziell: „Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes“. Sie ist für Bewerber angebracht die ihr Fachwissen bei der Bundeswehr ausüben und vertiefen möchten. Als Soldat/-in werden Fachunteroffiziere überwiegend für spezielle Tätigkeiten im Truppendienst oder auch im Fachdienst (technischen Bereichen) bei Heer, der Luftwaffe, der Marine, im Sanitätsdienstes oder in der Streitkräftebasis eingesetzt.  

Anforderungen
  • Staatsangehörigkeit: Deutsche oder Deutscher im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes;
  • Mindestalter: 18 (17 Jahre mit Einverständnis der Sorgeberechtigten);
  • Schul-/Berufsausbildung: mindestens Hauptschule abgeschlossen;
  • Grundsätzlich gilt für die Laufbahn der Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes ein Verpflichtungszeitraum von 9 Jahren. Zusätzlich ermöglicht ein verwertbarer Berufsabschluss die Einstellung mit höherem Dienstgrad mit kürzeren Verpflichtungszeiträumen.

Qualifikationvoraussetzungen: www.bewerbung.bundeswehr-karriere.de

Feldwebellaufbahn

Die Laufbahnen der Feldwebel gehören zur Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee. Die Dienstgrade steigen in der Rangordnung von Feldwebel auf Ober-, Haupt-, Stabs– und Oberstabsfeldwebel. Die Dienstgrade der Feldwebel sind zu den Bootsleuten bei der Marine von gleicher Geltung. Feldwebel agieren in allen Teilstreitkräften der Bundeswehr: im Heer, bei der Luftwaffe, bei der Marine, in der Streitkräftebasis und auch im Sanitätsdienst. In der Feldwebellaufbahn sind die Soldatinnen und Soldaten in den Bereichen des Truppendienst und Fachdienst tätig. Insbesondere sind sie jedoch militärische Vorgesetzte die das ihnen unterstellte Personal führt und ausbildet. In den Laufbahnen der Feldwebel sind Talente als militärische Führerin bzw. militärischer Führer gefragt sowie eine hohe und fachliche Expertise um richtige Entscheidungen treffen zu können. Zudem bietet eine Feldwebellaufbahn spannende und vielseitige Aufgaben: Sie reichen vom Fallschirmsprungeinsatz bis zum Bedienen von Waffensystemen auf Schiffen. 

Anforderungen
  • Staatsangehörigkeit: Deutsche oder Deutscher im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes;
  • Mindestalter: 18 Jahre (17 mit Einverständnis der Sorgeberechtigten);
  • Schul-/Berufsausbildung: Mittlere Reife (Mit verwertbarer, anerkannter Berufsausbildung besteht die Möglichkeit zur Einstellung mit höherem Dienstgrad.);

Laufbahn Feldwebel allgemeiner Fachdienst

  • Grundsätzlich gilt für die Laufbahn eines Feldwebel im Fachdienst ein Verpflichtungszeitraum von 13 Jahren. Zusätzlich ermöglicht ein förderlicher Berufsabschluss die Einstellung mit höherem Dienstgrad und kürzeren Verpflichtungszeiträumen.

Laufbahn Feldwebel im Truppendienst

  • Grundsätzlich gilt für die Laufbahn eines Feldwebel im Truppendienst ein Verpflichtungszeitraum von 12 Jahren.

Qualifikationvoraussetzungen: www.bewerbung.bundeswehr-karriere.de

Offizierslaufbahn

Die Laufbahnen der Offiziere sind die Führungskräfte der Bundeswehr und bestehen aus vier unterschiedliche Dienstgruppen – Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale. Für die Offizierslaufbahn gilt eine Verpflichtung von mindestens 13 Jahre und die Berufssoldaten können je nach Befähigung in die Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere und im Ausnahmefall anschließend in die der Generale aufsteigen. Offiziere sind in aller erster Linie für die Führung, Ausbildung und Erziehung der ihnen unterstellten Soldatinnen und Soldaten in den verschiedenen Aufgabenbereichen der Streitkräfte verantwortlich. Dafür erfordert es ein hohes Maß an Menschenkenntnis und erzieherisches Talent sowie Durchsetzungsvermögen und fachliche Kompetenz. Zudem tragen Offiziere eine hohe Fürsorge gegenüber den ihnen unterstellten Personal und Material. Für eine gute Zusammenarbeit mit Verbündeten Streitkräften ist außerdem eine hervorragende Fremdsprachenkenntnis sowie interkulturelle Kompetenz essenziell. 

Anforderungen
  • Staatsangehörigkeit: Deutsche oder Deutscher im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes;
  • Mindestalter: 17 Jahre (mit Einverständnis der Sorgeberechtigten);
  • Höchstalter: grundsätzlich 29 Jahre (konkret: das 30. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Einstellung/Wiedereinstellung noch nicht vollendet wurde);
  • Schul-/Berufsausbildung: 
    1. Allgemeine Hochschulreife, 
    2. fachgebundene Hochschulreife, 
    3. Fachhochschulreife, 
    4. Mittlere Reife und eine anerkannte Berufsausbildung (für den Ausbildungsgang mit integriertem Studium zzgl. Nachweis über die nicht-schulisch erworbene Hochschul-/Fachhochschul-Zugangsberechtigung);
  • Mindestverpflichtungsdauer: 13 Jahre, 16 Jahre im fliegerischen Dienst, 17 Jahre im Sanitätsdienst.

Qualifikationvoraussetzungen: www.bewerbung.bundeswehr-karriere.de

Ausbildung und Berufe bei der Bundeswehr

Innerhalb der Bundeswehr gibt es Ausbildungsberufe die du als ungelernter Bewerber während bzw. am Ende deiner Verpflichtung erlernen kannst. Dies zählt für die militärische und zivile Laufbahn gleichermaßen. Hierfür musst du dich für eine bestimmte Zeit verpflichten und erhältst eine „staatlich anerkannte“ zivile Ausbildung, welche von der Bundeswehr komplett finanziert wird.

Des Weiteren gibt es Berufe bei der Bundeswehr die unbedingt benötigt werden. Dies sind teilweise Berufe die mitunter über die eigenen „Ausbildungsberufe der Bundeswehr“ hinausgehen. Vor allem für Bewerber und Quereinsteiger die schon einen erlernten Beruf haben und in diesem weiter tätig sein wollen, ist es wichtig zu wissen ob dieser in der Bundeswehr Verwendung findet. Berufe aus dem Bereich Handwerk, Technik und Informationstechnik werden bei der Bundeswehr fast immer gebraucht.

Dann gibt es noch die militärischen Berufe und Ausbildungen die ausschließlich innerhalb der Bundeswehr zuzuordnen sind. Denn jede Teilstreitkraft brauch ihre eigenen „Spezialisten“ und „Generalisten“. Für jedes Berufsbild gibt es eine geeignete Ausbildung wie z.B. die zum Fallschirmjäger oder die zum Strahlflugzeugführer. 

Die Berufsbilder in der Bundeswehr findest du hier.

Wähle deinen Weg

Freiwillige Wehrdienst

Soldat auf Zeit

Berufssoldat

Zivile Karriere

Der freiwillige Wehrdienst (FWD)

Der freiwillige Wehrdienst kann schon mit 17 Jahren und ohne Schulabschluss – jedoch mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten und wenn die Vollzeitschulpflicht erfüllt ist – abgeleistet werden. Der FWD ist bis zu 23 Monate möglich, beinhaltet eine Probezeit der ersten sechs Monate (beidseitiges Kündigen möglich) und wird bei den Streitkräften erfüllt. Als „Freiwillig Wehrdienstleistender“ – kurz „FWDL“ – bekommt man eine solide militärische Ausbildung und nach der dreimonatigen Grundausbildung (GA) folgt meist die einsatzvorbereitende Ausbildung.

Zeigst du während des FWD gute Leistungen, dann kannst du auch als Soldatin oder Soldat auf Zeit in die Laufbahnen der Mannschaften übernommen werden, wo vielfältige Entwicklungschancen in den Streitkräften auf dich warten. 

Bewerber und Bewerberinnen mit unterschiedlichsten Bildungsabschlüssen stehen diese Möglichkeiten gleichermaßen offen.  

Soldat auf Zeit (SaZ)

Bei den Soldatinnen und Soldaten auf Zeit richtet sich zunächst die Dauer des festgelegten Dienstverhältnisses nach der Laufbahn. Bei den Laufbahnen der Mannschaften beträgt die Verpflichtungszeit mindestens vier Jahre und bei Offizieren mit integriertem Studium sind es 13 Jahre. Das Höchstalter für eine Offzierslaufbahn liegt bei 29 Jahre zum Einstieg. Wenn der Bedarf und die Eignung der Soldatin bzw. des Soldaten vorhanden ist, sind Weiterverpflichtungen bis zu 25 Dienstjahren möglich.

Während der Dienstzeit besteht außerdem die Eventualität, in eine andere Laufbahn zu wechseln. Hier kannst du bei  dementsprechender Eignung aus der Feldwebellaufbahn als auch aus der Mannschaftslaufbahn in die Offizierslaufbahn aufsteigen. 

Weiter ist es auch möglich als Unteroffizier mit Portepee und Offizier nach einer bestimmten Dienstzeit bei Eignung und Bedarf ein Wechsel in das Dienstverhältnis als Berufssoldat zu vollziehen.

Berufssoldat (BS)

Jede Berufssoldatin oder jeder Berufssoldat war vor der Ernennung zum Berufssoldat grundlegend vorher Soldatin oder Soldat auf Zeit in den Laufbahnen der Feldwebel und der Offiziere. Diese können ihr Interesse bekunden sowie einen Antrag auf Übernahme in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten stellen. Der Antrag auf Berufssoldat unterliegt einer strengen Bestenauslese und wird nur bei viel Engagement bewilligt und wenn Eignung und Bedarf stimmen. 

Möchtest du also Berufssoldat werden, müssen vor allem deine Leistungen als Zeitsoldatin oder Zeitsoldat passen und andererseits muss eine freie Stelle innerhalb des gewünschten Tätigkeitsbereiches frei sein. In wenigen Ausnahmen kannst du auch gleich als Berufssoldatin oder Berufssoldat in die Bundeswehr einsteigen.

Dazu musst du eine Offizierslaufbahn einschlagen und als sogenannter „Berufsoffizier-Anwärter“ im Eignungsauswahlverfahren außerordentliche Testergebnisse an der Offizierbewerberprüfzentrale in Köln vorweisen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des wissenschaftlichen Hochschulstudiums, erhältst du dann eine Zusage als Berufssoldatin bzw. als Berufssoldat. Jedoch erfolgt die tatsächliche Übernahme erst einige Jahre nach der Einstellung. 

Zivile Karriere bei der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr kannst du nicht nur als Soldatin oder Soldat Karriere machen, sondern auch im zivilen Bereich ist eine Karriere – z. B. als Beamtin oder Beamter oder Angestellte oder Angestellter im Öffentlichen Dienst möglich. Als einer von tausenden zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, unterstütz du die die Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte. 

Die Verwaltung der Bundeswehr wird zusammenfassend in drei Laufbahngruppen eingeteilt: die Laufbahnen im mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Beamtinnen und Beamte im mittleren Dienst arbeiten in vielen technischen und nichttechnischen zivilen Berufen. Wegen der Fülle an unterschiedlichsten Aufgaben in der Bundeswehr, gibt es in der Verwaltung diverse Berufe wie z.B.: Elektroniker, Mechatroniker, Koch/Köchin, Feuerwehrmänner, Ingenieurinnen u.v.m.)

Wo findet die Ausbildung statt?

Wie auch in den privaten Betrieben wird die Ausbildung in der Bundeswehr nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung durchgeführt und findet im „dualen System“ statt. Die Fachausbildung in Theorie und Praxis erfolgt in den bundeswehreigenen Ausbildungsstätten und der Unterricht wird an einer Berufsschule abgehalten. Zudem findet die Ausbildung in der Bundeswehr nicht nur ausschließlich auf militärischen Gelände wie z. B. auf Flugplätzen oder Kasernen statt, sondern häufig erfolgt auch eine Zusammenarbeit mit regionalen Firmen. 

Nach der zivilen Ausbildung

Nach bestandener Ausbildung hast du die Wahl zwischen einer zivilen oder militärischen Laufbahn. Entweder du arbeitest als zivile Person im öffentlichen Dienst bei der Bundeswehr weiter oder du schlägst eine militärischen Laufbahn als Soldatin oder Soldat ein. Nachfolgend bieten sich auch weitere Möglichkeiten für Zusatzausbildungen oder ein anschließendes Studium in einer der technischen oder nichttechnischen Beamtenlaufbahnen.  

Mehr Informationen zu einer zivilen oder militärischen Karriere bei der Bundeswehr findest du auch auf www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/arbeitgeber

Auswahlverfahren der Bundeswehr

Sobald du deine Bewerbungsunterlagen vollständig abgeschickt hast und diese im Karrierecenter der Bundeswehr eingegangen sind und du für das Auswahlverfahren geeignet erscheinst, erhältst du eine Einladung zum Eignungstest der Bundeswehr. Mit dieser Einladung bekommst du auch Informationen zur Anreise und zu dem genauen Ablauf der Auswahltage. Des Weiteren erfährst du auch im Einladungsschreiben, welche Unterlagen du zum Auswahlverfahren noch mitbringen musst. 

Die Karrierecenter der Bundeswehr (KarrC Bw)

Die Auswahlverfahren finden in einem der insgesamt 16 Karrierecenter der Bundeswehr statt, wobei davon acht über ein eigenes Assessment verfügen. In erster Linie präsentiert sich die Bundeswehr mit ihren KarrC Bw bundesweit als Arbeitgeber, sowohl für die militärischen als auch für die zivilen Laufbahnen. In den KarrC Bw finden nicht nur die Eignungstests der Bewerber statt, sondern unter anderem auch Informationsveranstaltungen für die Nachwuchsgewinnung, Ausbildung und Beruf, sowie umfassende Beratungsgespräche für junge Frauen und Männer. 

Kontakt KarrC Bw mit Assessment

Regattastraße 12
12527 Berlin
Tel.: 030/67781-401
Fax: 030/67781-425
E-Mail: 

Ludwig-Beck-Straße 23
40470 Düsseldorf
Tel.: 0211/619-0
Fax: 0211/619-3378
E-Mail: 

Moltkering 9
65189 Wiesbaden
Tel.: 0611/799-0
Fax: 0611/799-1699
E-Mail: 

Zeppelinstraße 18
99096 Erfurt
Tel.: 0361/342-85110 oder 85111
Fax: 0361/342-85019
E-Mail: 

General-Wever-Straße 119
30657 Hannover
Tel.: 0511/86699-0
Fax: 0511/86699-4372
E-Mail: 

Dachauer Straße 128
80637 München
Tel.: 089/1249-5911
Fax: 089/1249-5919
E-Mail: 

Heilbronner Straße 188
70191 Stuttgart
Tel.: 0711/2540-0
Fax: 0711/2540-3003
E-Mail: 

Opdenhoffstraße 63
26384 Wilhelmshaven
Tel.: 04421/68-62821
Fax: 04421/68-62836
E-Mail: 

Stand vom: 28.09.18

Kontakt KarrC Bw ohne Assessment

Schlossgartenallee 66 
19061 Schwerin
Tel.: 0385/3051-0 
Fax: 0385/3051-118 
E-Mail: 

Behlertstraße 4 
14467 Potsdam 
Tel.: 0331/2978-0 
Fax: 0331/2978-199 
E-Mail: 

Allersberger Straße 190 
90461 Nürnberg 
Tel.: 0911/439-6202 
Fax: 0911/439-6219 
E-Mail: 

Wallerfanger Straße 31 
66740 Saarlouis 
Tel.: 06831/1271-0 
Fax: 06831/1271-2502 
E-Mail: 

Rostocker Straße 2 
24106 Kiel
Tel.: 0431/384-0 
E-Mail: 

Am Buckauer Tor 2
39104 Magdeburg
Tel.: 0391/662462-0
Fax: 0391/662462-518 
E-Mail: 

August-Bebel-Straße 19 
01219 Dresden 
Tel.: 0351/4654-0 
Fax: 0351/4654-4223 
E-Mail: 

Ludwig-Mond-Straße 41 
34121 Kassel 
Tel.: 0561/2077-0 
Fax: 0561/2077-3099 
E-Mail: 

Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr

Bundesamt für das 
Personalmanagement der Bundeswehr 
Militärringstr. 1000 
50737 Köln 

Assessment-Center der Bundeswehr

Abhängig vom ansässigen Wohnort (Bundesland) der Bewerber, findet das Assessment-Center der Bundeswehr in dem dafür zuständigen Karrierecenter mit Assessment statt. In diesem werden die angehenden Soldaten und Soldatinnen für eine militärische Karriere zwei Tage lang auf ihre Eignung getestet. Dabei werden die körperlichen, geistigen und persönlichen Fähigkeiten der Bewerber auf die Probe gestellt. 

Im Assessment-Center der Bundeswehr musst du Testaufgaben am Computer lösen, einen Sport- und Gesundheitscheck über dich ergehen lassen und mit einer Auswahlkommission Gespräche führen. Diese Prüfungsabschnitte dienen dazu dein Entwicklungspotenzial abzustecken und herauszufinden ob du die notwendigen Voraussetzungen für eine Laufbahn als Soldat oder Soldatin mitbringst. Bestehst du das Assessment-Center, wirst du angenommen.            

Einplanung und Verwendung

Hast du das Assessment-Center der Bundeswehr erfolgreich hinter dir gebracht, ist der letzte Schritt im Assessment der „Einplaner“. Dieser fragt via interne Datenbank der Bundeswehr die deutschlandweit gemeldeten offenen militärischen Dienstposten ab. Der „Einplaner“ hat ebenso die Aufgabe den Bedarf der Bundeswehr mit deinen Interessen und deiner Eignung in Einklang zu bringen. Dies trifft besonders auf Laufbahn, Dienstort und Zeitpunkt des Eintritts zu. Sollte es zu keiner Einigung kommen, dann werden dir Alternativen angeboten. 

Einigung

Ist es zu einer Einigung gekommen, dann bekommst du deinen Bescheid von der Bundeswehr. Jetzt musst du nur noch auf die Aufforderung zum Dienstantritt warten und einer Karriere als Soldatin oder Soldat steht nichts mehr im Wege. 

Self-Assessment und Recruiting online

Bei der Bundeswehr gibt es die Möglichkeit sich im Vorfeld mittels eines Self-Assessment, die eigenen Interessen und Fähigkeiten zu testen, um eine erste Rückmeldung zu Karrieremöglichkeiten zu erhalten. Mit der Online-Diagnostik wird ein objektives Leistungsbild von dir erstellt und es ermöglicht eine optimierte Steuerung deiner Berufsfindung sowie Bewerbung.  

Das E-Recruiting System ermöglicht es Bewerberinnen und Bewerbern, sich sowohl für militärische als auch für zivile Karrieren online zu bewerben. Auf www.bundeswehrkarriere.de kannst du Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr einsehen und in Verbindung mit deinen Interessen, eine Orientierungshilfe zu Berufen und Laufbahnen erhalten.

Bundeswehr Bewerbung und Termine

Bei jeder Bewerbung gibt es Fristen die eingehalten werden müssen und Unterlagen die einzureichen sind, so auch bei der Bundeswehr. Bevor jedoch die Bewerbungsunterlagen beim zuständigen Karriereberater abgegeben werden, erfolgt in der Regel zur Kontaktaufnahme ein erstes Beratungsgespräch. In diesem Gespräch werden mit einem Einstellungsberater oder einer Einstellungsberaterin Termine und Zeitpunkt des Eintritts festgelegt. Erst bei einem zweiten Termin im Beratungsbüro werden die vollständig ausgefüllten Bewerbungsunterlagen abgegeben. 

Prüfung der Bewerbungsunterlagen

Hast du deine Bewerbungsunterlagen im Beratungsbüro übermittelt, werden diese von einem Karriereberater gesichtet und auf Vollständigkeit geprüft. Sollte hier ein Dokument oder Formular fehlen, dann hast du die Möglichkeit dieses z.B. in elektronischer Form nachzureichen. Zu jeder Bewerbung der Bundeswehr gehören auf jeden Fall folgende Pflicht-Unterlagen: 

  • Bewerbungsbogen
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie der Geburtsurkunde
  • Nachweise über Schul- oder Arbeitszeugnisse
  • Zusatzfragebogen

Bewerbungsfristen bei der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr gibt es keine stringenten Bewerbungsfristen – zumindest was die Laufbahnen der Mannschaft, Unteroffiziere und die der Feldwebel betrifft, sowie des FWD. Denn Einstellungen bei der Bundeswehr erfolgen alle Vierteljahre und das Bewerbungsfenster ist das ganz Jahr über für Bewerberinnen und Bewerber offen. Eine Bewerbung bzw. ein Einstieg bei der Bundeswehr ist demzufolge innerhalb eines halben Jahres möglich, vorausgesetzt Eignung und Qualifikation sind vorhanden. 

Offizierslaufbahn

Für die Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr gelten dagegen grundsätzlich feste Bewerbungsfristen die beachtet werden müssen. Der Bewerbungsschluss ist hier der 01.03. des Jahres, in dem eine Einstellung erfolgen soll. Danach werden keine Bewerbungen mehr für das Einstellungsjahr berücksichtigt, sondern erst wieder für das folge Jahr. Der frühste Einstellungstermin für eine Offizierslaufbahn ist der 01.07. des Jahres, wenn die Bewerbung vor dem 1. März eingegangen ist. 

Nach der Bewerbung - warten auf Antwort

Zuerst solltest du dir im klaren sein, dass bei der Bundeswehr jährlich tausende Bewerbungen eingehen, die alle gesichtet und abgearbeitet werden wollen, von daher kann eine Antwort schon mal länger auf sich warten lassen. Für gewöhnlich sollte aber eine Rückmeldung nicht länger als ein bis zwei Monate dauern. Wundere dich also nicht warum du nach drei bis vier Wochen immer noch keine Antwort von der Bundeswehr im Postfach hast. 

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